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Category Archives: Records

Grumpy Jamaican Records Vol.5

Grumpy Jamaican Records Vol.4

Grumpy Jamaican Records Vol.3

Grumpy Jamaican Records Vol.2

Grumpy Jamaican Records #1

The version of Horace Andy is way better. However Ken Boothe still is one of the great jamaican vocalists

Paul White – Shaker Notes

PW

This Album easily passes the one year after test. Put the album on the platter and one year after it was released and ask yourself why you bought it in the first place. In this case it is a combination of uniqueness and pure awesomeness. No genre fit, total individualism and a definit catchyness make this a candidate for blowing diggers minds away 2050, when it might be rediscoverd.

Can – Future Days Live

Can

Bootleg hin, Bootleg her. Das dubiose russische Label B13 hat in den letzten 4 Jahren eine beachtliche Palette an Live-Mitschnitten auf Vinyl veröffentlicht. Genre übergreifend und teilweise sogar in akzeptabler Qualität. Darunter auch ein angeblicher Mitschnitt von Can aus dem Jahre 1973. In Köln. Klingt definitiv nach Can, ob diese Platte was mit dem Future Days Album zu tun hat wage ich zu bezweifeln. Zum einen, weil die Aufnahme zu sauber für einen Live Mitschnitt klingt, zum anderen, weil auf der Platte das 35 Minuten Stück Doko E zu hören ist, welches niemals den Weg auf ein Album gefunden hat. Möglicherweise wurde das Stück in der selben Session wie Future Days aufgenommen. Also von der Musik haben die reichen Russen, welche sich dieses Label als Zeitvertreib gönnen, schon mal nicht so viel Ahnung.

Das macht aber auch nichts, den die Musik spricht ja für sich selbst. Doko E ist ein ziemlicher Knaller. Hypnotische Jaki Liebezeit Drums überlagert von den wirren Damo Suzuki Gesängen verpackt in eine zunächst catchy Beat, der sich gegen Ende der A-Seite langsam auflöst. Die zweite Seite schwankt irgendwo zwischen Gewabber und 2-3 leichten konzeptionellen Ansätzen. Alles am Stück, one Take. Can auf dem Höhepunkt ihres Schaffens.

Von daher eigentlich schon Okay das die Russen das rausgehauen haben, man fragt sich nur warum das nie offiziell über Spoon veröffentlicht wurde. Wahrscheinlich sind die Master Tapes abhanden genommen und liegen irgendwo bei den Krautrock verrückten Japanern. Die kamen den Russen zuvor und haben Doko E schon 2011, ebenfalls als Bootleg, veröffentlicht.

Der Octofish hüpft wie wild im Achteck ,weil alle acht alten Angeber abends Ananas anzapfen.

Various Artists – Work

Work

Was kann man denn von elektronischer Musik heute noch Neues erwarten? Ist doch alles schon mal da gewesen. Jedes Cross-Over Genre wurde schon bedient und alles klingt irgendwie wie schon bekannt. Trotzdem ist nicht alles furchtbar und es gibt noch gute Musik. Wie zum Beispiel diese Veröffentlichung auf Other People, dem Label von Nicolas Jaar. Die Jungs strengen sich seit inzwischen einem Jahr mächtig an, um die Grenzen der elektronischen Musik weiter zu pushen. Work folgt auf Trust und ist der zweite Rundumschlag des Labels, pünktlich zum ersten Geburtstag.

Musikalisch sind auf „Work“ zu erst die üblichen Verdächtigen zu finden. Nicholas Jaar liefert Intro / Outro zu der Platte, welche man in HipHop kreisen wohl as Skit bezeichnen würde. Dave Harrington bringt Things behind the Sun und Form & Affect zwei schöne Stücke mit auf die Platte, auf denen er verträumte Soundlandschaften malt, die gelegentlich auch ins Ambiente abdriften. Im erstgenannten Stück liefert eine gewisse Tamara noch einige sanft eingehauchte Strophen, was gut funktioniert. Darkside (Dave Harrington & Nicolas Jaar) haben auch zwei Stücke zur Kompilation beigetragen. Beiden Tracks liegt ein gerader Beat zugrunde, welcher durch eine extreme Verspieltheit im „Drumherum“ getrieben wird. Ein weiterer Track kommt von Visuals, der das Tamara Gesangskonzept aufgreift. Abgerundet wird die Compilation durch 3 Versionen von Ancient Astronauts SSCS. An sich kein großer Freund von Remixen, muss ich an dieser Stelle jedoch zugeben, dass jede der 3 Versionen etwas eigenes mitbringt und somit sehr gut in den Kontext der Kompilation passt.

Letzten Endes wird hier das Rad nicht neu erfunden, und vieles erinnert einen an irgendwas. Jedoch birgt diese Platte, in Abhängigkeit der Annäherungsrichtung, für jeden Hörer Überraschungen und neue Ideen.

Der Octofish couch-surft bei seiner Cousine Rosetta auf den Malediven.

Various – Cosmic Compositions Vol. 2 [Alice Coltrane]

Alice

Im ersten Teil wurde Pharoah Sanders gewürdigt, im Dritten dann, obligatorisch, Sun Ra. Die beiden haben mit Alice Coltrane gemein, dass sie Ende der 60er / Anfang der 70er mit die Speerspitze des Avangarde Jazz gebildet haben und sich jetzt in der Cosmic Compositions Reihe wiederfinden. Das Konzept ist schnell erklärt. Beat Produzenten lassen sich in irgend einer Weise durch die Werke der oben genannten Künstler inspirieren und machen ein Lied dazu. Darin muss nicht zwangsläufig der Künster gesampled werden. Kann aber. Was jeder draus macht ist dann seine Sache.

Im Falle der Alice Coltrane Compilation finden sich insgesamt 22 Produzenten auf den drei LPs, welche rund um den Globus verstreut angesiedelt sind. Viele von den Künstlern sind -noch- unbekannt. Dementsprechend vielfältig fällt das Ergebnis dann auch aus. Man kann sich seine Favoriten rauspicken. Zum Teil wird ganz klassisch mit der Brechstange an das Thema herangegangen, h.d. Boom-Clap Beat und ein Sample drunter. Meist nähern sich die Jungs, ich glaube es ist keine Produzentin dabei, dem Thema jedoch deutlich subtiler und alles in allem passt das auch mit dem roten Faden. Heraus kam eine vielseitige Zusammenstellung, in der die Harfe von Alice sicherlich im ein oder anderen Track widerhallt.

Mit Hilfe von Triggerpunkten und Smartwatch optimiert sich der Octofish so lange bis es nicht mehr geht.

Kode9 + Spaceape – Memories Of The Future

kode9

Aus aktuellem Anlass eine Besprechung zu diesem epochalen Werk. Epochal ist, bezogen auf eine LP, ein sehr mächtiges Wort und gerade deshalb muss an dieser Stelle die Wortwahl näher begründet werden.

Wenn man den Liner Notes glauben schenken darf, wurde Memories Of The Future bereits 2002 produziert. Zum großen Teil zeichnet das Album extrem düstere Szenarien in denen Spaceapes aka Daddy Gees Stimme Dystopiefantasien weckt. Wie dem auch sein, Kode 9 entschied sich dafür das Album noch bis zum Jahr 2006 in der Schublade zu halten. Wahrscheinlich, weil er realisiert hatte, dass die Menschheit noch nicht reif war. Oder, weil er kein Label fand. Als dann 2006 Dubstep im Londoner Untergrund durchstartete und Kode 9 mit Hyperdub ein eigenes Label am Start hatte, würde das Album auf den Markt geworfen; allerdings „nur“ im CD Digipack. Eine ganze Menge an Tracks wurde auch noch als 10“ veröffentlicht. Leider hatte das immer noch fast keinen interessiert. Die Tracks waren zu abstrakt / speziell. Erreichten nie den Kultstatus wie die zur gleichen Zeit erschienenen DMZ oder Tempa Veröffentlichungen.

2014 kam jetzt zum Record Store Day die Vinyl Veröffentlichung des Albums, was noch einmal die Möglichkeit bietet das Album in der Retrospektive zu betrachten. Dubstep ist inzwischen tot und man fragt sich was aus dieser musikalischen Epoche bleibt. Definitiv dieses Album, den für Kode 9 war 2002 morgen schon gestern.

Der Octofish wird beim Wasserball so heftig gefoult, dass 7 von 8 Tentakeln medizinisch versorgt werden müssen.