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Bis ich singe und tanze (Versuch 1)

Über OiJazz wurde die letzten Jahre ja schon viel berichtet. Hauptsächlich hier in diesem Blog. Jetzt geht Oi Jazz mit einem Titel ins Rennen von dem man von Anfang an nicht weißt ob er in den Buchhandlungen eher unter Urban Fantasy oder im Genre der schizophrenen Monologe angesiedelt ist. So muss man im Zweifel beides ablaufen. Was schon Mal negativ ins Gewicht fällt.
Das Buch selbst ist geschrieben wie eine Achterbahnfahrt auf Speed. Man merkt das irgendwas passiert, aber das Bild kommt nicht hinterher. Wahnsinnig schnell, indirekt und zusammenhangslos geht eine Handlung von statten, die im Endeffekt eigentlich keine ist. Wie bei der Achterbahnfahrt ist man am Ende wieder am Ausgangspunkt.
Das Buch läuft sehr schleppend an und gibt sich Mühe sich auf den ersten Seiten als den letzten Scheiß zu verkaufen.Damit meine ich Schund. Dreck. Herrausgekotze Buchstabensuppe. Nach ca. 50-60 Seiten schaffen es jedoch die Autoren eine eindrucksvolle Wende hinzulegen, was zum einen daran liegt, dass man sich irgendwie dran gewöhnt hat, zum anderen sicherlich auch daran, dass die Autoren Nußbaum und Nentwig sich warm geschrieben haben. Hochpunkte sind sicherlich die Szenen im Einkaufzentrum oder dem Telekommunikationsladen sowie die Szene(n) mit Bertrand.
Abzüge gibt es leider für das Schlusskapitel, in dem Nußbaum und Nentwig noch Mal einiges verhauen, was sie sich in den einleitenden 180 Seiten aufgebaut haben. Zu brav, zu pragmatisch und “down to earth” endet die Erzählung. Anstelle eines Feuerwerks gab es da nur ein paar Spritzer aus einer trüben Pfütze. Dennoch, auch diese können erfrischend sein.

http://oijazz.org/

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